U10W und U12W: Tolle Erfahrung beim Prag Handball Cup 2025
U10W:
Am Gründonnerstag machten wir uns auf den Weg in das Abenteuer Prag Handball Cup 2025. Aus 9 Mädels und 3 Burschen stellten wir eine Mannschaft in der Kategorie U10w wobei die Hälfte der Kids sogar noch 1 Jahr jünger waren.
Es war nicht nur für das Trainerteam, sondern auch für die Kids die erste Teilnahme an so einem großen internationalen Turnier und für die meisten auch das erste Mal alleine unterwegs zu sein ohne Eltern. Die Aufregung am Bahnhof Tulln war dementsprechend sehr groß, aber es stiegen alle mit Vorfreude in den Zug ein. Lange saßen wir allerdings nicht darin, da wir ungeplant in Absdorf aufgrund einer technischen Störung schon wieder aussteigen mussten. Die weitere Anreise war wahrlich sehr abenteuerlich, aber alle meisterten dies großartig und so kamen wir nach 10 Stunden endlich in unserem Hotel an.
Es war beeindruckend wie schnell dieses Team zu einer untrennbaren Einheit wurde. Es wurde gemeinsam gespielt, gelacht und die Zeit miteinander genossen, ohne Handy und dergleichen.
Am folgenden Tag starteten wir als einzige österreichische Mannschaft in unserer Altersklasse ins Turnier und ja es übertraf all unsere Erwartungen. Mit 2 Siegen, 2 Unentschieden und 2 Niederlagen waren wir am Ende auf Platz 4 in der Gruppenphase und verpassten nur sehr knapp die Teilnahme am Playoff A. So ging es am Sonntag in Playoff B weiter wo wir das erste Spiel klar dominierten und mit 23:5 vom Platz gingen. Danach folgte das Viertelfinale gegen den TSV Roßtal mit absoluter Länderspielatmosphäre. Nicht nur die Deutschen hatten einen großen Fanclub dabei. Unsere Vereinskollegen der U12w, U12m und U14w kamen zur Unterstützung und bildeten mit einigen Eltern einen lautstarken Fansektor. Die Stimmung in der Halle war so elektrisierend, dass einige SpielerInnen schon vor dem Match mit den Nerven zu kämpfen hatten. Vorallem waren unsere Gegner eigentlich zu Freunden geworden und wir feuerten uns am Vortag gegenseitig bei unseren Spielen an.
Das Match gestaltete sich wie erwartet sehr ausgeglichen und spannend. Unsere Gegner konnten aber besser mit dem Druck umgehen und so verlor man schlussendlich mit 3 Toren. Die Enttäuschung in den Gesichtern der Kids war anfangs riesig, aber enttäuscht braucht nach diesem Turnier absolut niemand zu sein.
Wir stellten auch fest, in einer sehr starken Gruppe gewesen zu sein, denn die Erst- und Zweitplatzierten aus unserer Gruppe, standen sich im Playoff A Halbfinale gegenüber und gegen den späteren Turniersieger, verlor man in der Gruppenphase lediglich mit 4 Toren.
Resümierend muss man sagen, dass dieses Event nicht nur sportlich gesehen ein absolutes Highlight und für die Weiterentwicklung absolut wichtig war, sondern auch generell für die persönliche Entwicklung, den Teamgeist und die Stärkung des Vereinsgefüges einen unglaublichen Mehrwert hat.
Vielen Dank an unseren Jugendleiter Martin Hohenecker für die super Organisation und an alle Eltern die nach Prag gekommen sind, um uns in der Halle anzufeuern und zu unterstützen.
Liebe Kids, das gesamte Trainerteam ist unfassbar stolz auf euch!!! Ihr seid wunderbare Kinder und es hat wahnsinnig viel Spaß mit euch gemacht. Solche Erlebnisse nicht nur am, sondern auch neben dem Spielfeld, werdet ihr nie vergessen und euch in allen Belangen stärken und wachsen lassen.
U12W:
Mit einer sehr jungen Truppe wollten wir in erster Linie wertvolle Erfahrungen im internationalen Vergleich sammeln und jeder Spielerin viel Spielzeit bieten. Wir wurden in Vorrundengruppe WD03 mit drei tschechischen, einem slowakischen, einem deutschen und einem kanadischen Team eingeteilt.
Am ersten Tag trafen wir zuerst auf DHL Zora Olomouc, MHK Piestany (erreichten das Viertelfinale) und Astra Praha (erreichten das Achtelfinale). Auch wenn all diese Spiele verloren gingen, konnten wir trotzdem viele individuelle Erfolge verbuchen. So standen unter anderem 10 unterschiedliche Torschützinnen auf den diversen Spielprotokollen. Die Offensive bleibt zwar weiterhin unser größtes Problem, aber die steigende Ausgeglichenheit im Team war äußerst erfreulich. Leider mussten wir an diesem Tag nach Spiel eins bzw. zwei Luise und Paula mit Verletzungen vorgeben. Die anderen Mädchen kämpften doppelt für ihre Teamkolleginnen.
Am zweiten Tag warteten die Teams Laval Quebec, SV Fortuna 50 Neubrandenburg und TJ Tatran Bohunice auf uns. Gleich im ersten Spiel, und wieder in voller Besetzung, holte sich unser Team gegen das Team aus Kanada den ersten Sieg mit einer ansprechenden Leistung. Im zweiten Spiel gegen SV Fortuna aus Deutschland wurde es dann etwas ruppiger, was weniger der Spielweise sondern mehr der Spielleitung geschuldet war. Mit Fortdauer des Spiels merkte man steigende Verunsicherung und Müdigkeit in unserer jungen Truppe. Die Partie ging deutlich verloren, wobei auch am zweiten Tag wieder eine sehr homogene Torverteilung im Team ein Highlight war. Im letzten Spiel des Tages und der Vorrunde stand uns TJ Tatran Bohunice gegenüber. Das Team war für uns keine unbekannte, wir konnten sie schon am Anfang der Saison beim Turnier in Kurim fordern. Es war ein kurioses Spiel in dem es bis zur 10. Minute 1:0 für uns stand. Danach machte sich aber die Erschöpfung ob der vielen Eindrücke, langen Anreise und 5 zuvor gespielten Matches bemerkbar. Aus dem Nichts brach unser Team plötzlich vollkommen in sich zusammen, außer dem Torgehäuse trafen wir nichts mehr und so ging das Spiel mit 1:11 verloren.
Am nächsten Tag ging es somit im unteren Playoff für uns als Gruppen Sechster weiter in die Kreuzspiele. Im ersten Playoff Spiel siegte das Team konzentriert und souverän gegen das tschechische Team Hazena Melnik. Im zweiten Spiel gegen durchaus ebenbürtige Gegnerinnen kehrte dann das Stangen und Lattenwerfen zurück und so ging für uns in der 2. Runde des unteren Playoffs gegen das tschechische Team SK Zeravice das Turnier zu Ende.
Trainer, Spielerinnen und mitgereiste Fans (vielen Dank für eure tolle Unterstützung in der und um die Halle) nehmen aus den Tagen in Prag einiges mit, vor allem Erfahrungen, den Vergleich mit anderen Nationen und das Gefühl, über seine Grenzen gehen zu können.
Unser Fazit: Wir haben im U12 Bewerb mit 6 U12 Spielerinnen und 7 U11 Spielerinnen 2 Siege gefeiert und großteils ansprechende Leistungen abgeliefert. Im Angriff müssen wir noch sehr viel mutiger und beweglicher werden (obwohl fast jede Spielerin erfolgreich war), unsere Deckung kann sich auch international sehen lassen, aber wir brauchen etwas mehr Ruhe und Gelassenheit. Emotionen sind wichtig und richtig, aber wir müssen lernen, sie positiv zu nutzen.
Vielen Dank an die Mädchen, alle Eltern (danke, dass ihr eure Kinder über Ostern mitgeschickt habt), unsere Trainerkollegen für den abendlichen Austausch und an unseren Jugendleiter Martin Hohenecker für die super Organisation.